Was passiert mit der Schilleroper?

1. Was passiert mit der Schilleroper?

Das traditionelle Areal rund um die Schilleroper soll endlich wieder gelebt werden. Wach geküsst, könnte man sagen: Wir möchten hier wieder einen Ort zum Wohnen und einen Platz zum Leben schaffen.
Die Schilleroper hatte und hat eine besondere Bedeutung im Quartier des Stadtteils St. Pauli – und dessen sind wir uns absolut bewusst.

Unser Entwurf ist geprägt davon, den Geist und die Charakteristik des Gebäudes – im Schwerpunkt die Rotunde – in Erinnerung an den alten Zirkusbau zu erhalten. Wir möchten den lieb gewonnenen Wiedererkennungswert der Schilleroper erhalten wissen.

Auch bereichert die Planung des Gebäudes die gesamte Umgebung: Der hier entstehende große Platz unter der Rotunde mit Durchgängen in drei Himmelsrichtungen kann von den Bewohnern und auch von den Menschen im nahen Umfeld genutzt werden.

St. Pauli wächst hier ein weiteres Stück zusammen.

2. Wie ist denn der Plan?

Zunächst: Wir wollen hier keinen Zirkus wiederbeleben. Einige Kinder werden jetzt „Schade“ sagen.

Es gibt hier eigentlich überhaupt keine wilden und wirren Ideen – sondern ganz realistische Pläne. Im Sinne aller. Alle Beteiligten handeln in einem ausgeprägten gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein.
Seit nunmehr fast 70 Jahren verfällt das Areal. Völlig ungenutzt. Es soll wieder neu – und sehr vielseitig – belebt werden. Für alle.

An oberster Stelle steht hierbei auch das ernsthafte Bestreben, Wohnraum für ältere Menschen zu schaffen. Gerade im Herzen der Stadt fehlt dieser am meisten. Generationenübergreifend sollen dabei auch junge Menschen mit eingebunden werden, die die hilfsbedürftigen unter den älteren so direkt und schnell unterstützen können.

3. Wann geht es los?

Am 21. Januar 2021 wurde der Antrag auf Rückbau der Nebengebäude und den Abbau der Bauteile rund um das Stahlgerüst gestellt. In Absprache mit Dr. Joss, der Amts Leiterin des Denkmalschutzamtes, war dies am 14. November 2021 vereinbart worden.

Die von der Behörde für Stadtentwicklung und von uns eingeschalteten Statiker sagen „zweifelsfrei aus, dass ein Abriss der massiven Randbebauung und der leichten Flächenbauteile des Rundbaus die Aussteifung der Stahlkonstruktion des Rundbaus nicht beeinträchtigt.“ Wir hoffen daher, dass alle Anträge bald genehmigt werden.

In dieser ersten Bauphase wird das denkmalgeschützte Stahlgerüst gesichert, in dem es von Lasten wie den schweren Holzbalken freigelegt wird.

In der zweiten Bauphase wird es untersucht und analysiert, Stahlstange für Stahlstange um repariert zu werden. Denn am Ende soll die Rotunde der Mittelpunkt des neuen Gebäudes sein.

Die dritte Bauphase beginnt mit einem Neubau von Wohnraum für betreutes Wohnen und Flächen im Erdgeschoß zum Beispiel für einen ambulanten Pflegedienst, ein Fitnesscenter für intergenerative Aktivitäten oder Büros für ITler und Werbeagenturen.

4. Wie soll es denn bald aussehen?

Unser Architekt plant ein stimmiges Gebäude aus Rotklinker – mit einer Blockrandbebauung und einem lichten Hof in der Mitte durch den Passagen in den Hof führen. Unter der Rotunde wird Platz zum Verweilen geschaffen – eine Bäckerei und ein Restaurant sollen dies ermöglichen. Der Platz soll wieder neu – für Alt und Jung – belebt werden.  

Der Entwurf ist eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Viertel, mit den vielen verschiedenen Ansprüchen und den praktischen Anforderungen der Beteiligten. 

5. Wird es laut? Ist es gefährlich?

Ja, eine Baustelle macht leider immer Baustellenlärm. Aber allein im Interesse der Anwohner und natürlich der Bauarbeiter sind wir alle angehalten, mit einer ausführlichen wie akkuraten Planung die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten.

Es besteht ein hoher Sicherheitsanspruch für diese teilweise lebensgefährlichen Arbeiten: Der Schutz von ArbeiterInnen und AnwohnerInnen steht an erster Stelle!

6. Wo bleibt St. Pauli?

Mittendrin! Wir möchten die Schilleroper wieder zu einem belebten und bunten Ort machen.

Für uns steht die nachhaltige Wiederbelebung der Schilleroper – mit der Rotunde als Mittelpunkt – im Vordergrund.